Wie entwickelt man ein Wohnquartier der Nachkriegszeit zu einem zeitgemäßen, sozial gerechten und klimabewussten Stück Stadt weiter?
Für ein Ensemble aus den 1950er‑Jahren haben wir dafür eine eigene Methodik entwickelt: das Machbarkeitsquartett. Es verbindet die analytische Tiefe einer klassischen Machbarkeitsstudie mit der spielerischen Logik eines Kartensets und macht komplexe Entwicklungsoptionen erstmals intuitiv vergleichbar.
Auf Grundlage einer umfassenden Bestandsanalyse - baulicher Zustand, energetische Defizite, Barrierefreiheit, Brandschutz, Haustechnik, Wohnungszuschnitte und Freiraumqualität - zeigt das Quartett verschiedene, klar strukturierte Wege in die Zukunft des Quartiers auf. Vom behutsamen Bestandserhalt über gezielte Sanierungs- und Ausbauoptionen bis hin zu Neubau- oder Nachverdichtungsszenarien entsteht ein transparentes Set an Möglichkeiten, das die notwendigen Abwägungen zwischen Klimaschutz, sozialem Wohnungsbau, Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung sichtbar macht.
Die Quartettlogik macht den entscheidenden Unterschied: Maßnahmen lassen sich modular kombinieren, ergänzen oder austauschen. Dadurch entsteht ein offener Entscheidungsraum, der Auftraggeber*innen, Politik und Öffentlichkeit ermöglicht, unterschiedliche Entwicklungsstrategien schnell zu verstehen, gegeneinander abzuwägen und weiterzudenken.
Ziel der Studie ist es, zusätzlichen und zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen, die Bestandsarchitektur klug weiterzuentwickeln, Klimaschutzziele zu unterstützen und die Freiraumqualität im Inneren des Quartiers deutlich zu verbessern.
Mit dem Machbarkeitsquartett zeigen wir, wie innovative Methoden helfen können, komplexe Zukunftsfragen verständlich, transparent und verantwortungsvoll zu beantworten.
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